Was man über die Kosten eines Pflegeplatzes wissen wissen sollte

Die Kostenstrukturen der Pflege könnten diverser nicht sein. Zwar ist jeder Anbieter dazu verpflichtet für Transparenz zu sorgen damit später keine versteckten Überraschungen auf einen zu kommen, dennoch bringt Transparenz noch lange kein Verständnis.

Senioren erfahren in vielen Pflege-Einrichtungen tolle Möglichkeiten, Ihre Hobbies auszuleben

Ab dem ersten 01.01.2017 tritt das neue PSG II in Kraft. Was heißt das für den „Verbraucher“?  Jedes Pflegeheim hat nun einen festen Eigenanteil der dem Bewohner in Rechnung gestellt werden darf, ganz gleich ob Pflegegrad 2 oder Pflegegrad 5 – Diese Position ist für jeden gleich. Aber lassen sie sich davon nicht täuschen, Jede Einrichtung hat nach wie vor ihre Zusatzkosten, die unter Umständen veranschlagt werden können und die den Eigenanteil erhöhen. So gibt es zum Beispiel Extrakosten für den Bezug eines Einzelzimmers oder einen Auszubildendenzuschlag um nur zwei Möglichkeiten zu benennen.

Aus Erfahrung treten immer wieder Unklarheiten auf wenn es um die Kostenübernahme geht. Zum einen ist da der Anteil der Pflegekasse und zum anderen der Eigenanteil.

Der Anteil der Kasse ist in den meisten Fällen für den Verbraucher irrelevant. Interessanter ist da schon der Eigenanteil. In erster Linie ist es so wie der Name schon sagt. Der Bewohner bezahlt den “Eigenanteil”. ABER: Wenn zum Beispiel die Rente des Betroffenen nicht ausreicht bezahlt oft der Sozialstaat.

Machen wir ein kleines Rechenbeispiel:
Frau Muster bewohnt seit 2 Jahren ein Zimmer in einem Pflegeheim. Sie hat einen Sohn und eine Tochter. Ihr Eigenvermögen beschränkt sich auf eine kleine Summe Erspartes und eine Rente von 1000€/mtl. Sie hat einen gesamten Eigenanteil von 1800€ mtl. zu leisten. Nach 2 Jahren ist ihr Erspartes aufgebraucht und Ihre Rente reicht nicht mehr aus um die vollen Kosten zu decken.

Jetzt könnte man denken die Kinder müssten automatisch alle fehlenden Kosten übernehmen. Dem ist aber nicht so. Es besteht die Möglichkeit einen Sozialhilfeantrag beim zuständigen Bezirk  für die Mutter zu beantragen.

Die Sozialhilfe geht dann von einem Bedarf aus, wenn kein eigener Besitz vorhanden ist (bis auf einen Freibetrag von 2600€). Wichtig ist zu wissen, dass ehemaliger Besitz verjährt sein muss. Davon spricht man, wenn zum Beispiel das Haus von Frau Muster vor mehr als 10 Jahren an die Kinder überschrieben wurde. Ist jeglicher Besitz verjährt, würden die Kinder dann nur mit einer Zuzahlung belastet, wenn „diese ihnen nicht weh tut“, abhängig von dem Lebensstandard und dem Einkommen der Kinder. Nichts desto trotz ist es immer eine Einzelfallentscheidung. Bei Fragen zu Anträgen wenden Sie sich auch immer an Ihren Versorger der ihnen hierzu Auskunft geben kann.

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